Current Events

Out Of Bounds

1. February – 2. March 2024
Group Show, SEAGER gallery, London

The first in a four-part exhibition series exploring how artists make work with and about video games, Out of Bounds is an exhibition investigating the architecture of game spaces. The exhibition will reflect upon how artists use game development software within their practice to comment upon the video game landscape, alongside our collective fascination with seeing what’s beneath the surface of both the games we play and the spaces we encounter on a daily basis.

Each exhibition in the series will be accompanied by a reading list of books that inspired the ideas behind the exhibition, as well as a number of books selected by the exhibiting artists that inform their practice, available to read within the gallery space.

With artworks from Aram Bartholl, Bob Bicknell-Knight, Alice Bucknell, Mario Mu, Rosa-Maria Nuutinen, Everest Pipkin, Amba Sayal-Bennett and Mathew Zefeldt, curated by Bob Bicknell-Knight.

Curated by Bob Bicknell-Knight

Transmediale Exhibition: you’re doing amazing sweetie

31. January – 29. February 2024
Group Show, Kunstraum Kreuzberg, Berlin

Exploring the horror of content, the 37th edition of transmediale you’re doing amazing sweetie questions how logics of content production determine and frustrate our relations to technology. The festival takes place from January 31 to February 4, 2024 at silent green Kulturquartier, Akademie der Künste, and Haus der Kulturen der Welt. The festival’s main exhibition will be on view at Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.

Decoding the Black Box

27. January – 2. June 2024
Group Show, Galerie Stadt Sindelfingen, Sindelfingen

Die Ausstellung Decoding the Black Box bringt Künstlerinnen und Künstler zusammen, die Licht in diesen dunklen Raum und die Prozesse werfen, die sich in ihm ereignen. Sie legen dabei nicht nur die Funktionsweisen digitaler Technologien wie beispielsweise von künstlicher Intelligenz offen, sondern visualisieren zugleich die Auswirkungen, die sie auf unsere Wahrnehmung von Realität und unser In-der-Welt-Sein haben. Während sie die ökonomischen und machtpolitischen Strukturen der digitalen Technologien und insbesondere des Internets transparent machen, zeigen sie Gegenentwürfe für eine dezentralisierte, humanere und demokratischere Nutzung ebendieser auf.

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Upcoming Events

Urban Art Biennale

26. April – 10. November 2024
Biennial, Völklinger Hüttte, Saarbrücken

Killyourphone workshop

13. April 2024
Workshop, Transmediale exhibition hosted by Kunstraum Kreuzberg, Berlin

14:00 – 16:00

Killyourphone is an open workshop format. Participants are invited to make their own signal blocking phone pouch. In the pouch the phone can’t send or receive any signals. It is dead! This workshop was run for the first time at the Chaos Communication Congress in Hamburg end of 2013.

Killyourphone workshop

23. March 2024
Workshop, Transmediale exhibition hosted by Kunstraum Kreuzberg, Berlin

14:00 – 16:00

Killyourphone is an open workshop format. Participants are invited to make their own signal blocking phone pouch. In the pouch the phone can’t send or receive any signals. It is dead! This workshop was run for the first time at the Chaos Communication Congress in Hamburg end of 2013.

Killyourphone workshop

9. March 2024
Workshop, Transmediale exhibition hosted by Kunstraum Kreuzberg, Berlin

14:00 – 16:00

Killyourphone is an open workshop format. Participants are invited to make their own signal blocking phone pouch. In the pouch the phone can’t send or receive any signals. It is dead! This workshop was run for the first time at the Chaos Communication Congress in Hamburg end of 2013.

Home Smart Home

8. March – 30. May 2024
Solo Show, Kunstverein Rotenburg, Rotenburg

Für die Ausstellung „Home Smart Home“ rüstet Aram Bartholl den Turm des Kunstvereins Rotenburg mit einer Vielfalt an Home-Überwachungskameras aus. Neben versteckten Kameras, den sogenannten “Nanny Cams”, experimentiert Bartholl auch mit 360° „Lightbulb“-Kameras, die mit Licht und Lautsprechern ausgestattet sind. Der Markt für Überwachungskameras im privaten Bereich ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Das Bedürfnis nach Kontrolle des eigenen Privatraums spiegelt sich in dieser Entwicklung wider und ist ein Teil der von Vertrauensverlust geprägten digitalen Gesellschaft.

 

Der Kunstturm
4 Etagen – 122 Stufen – 24 m

Eigentlich sollte der nicht mehr benötigte Schlauchturm der Feuerwehr Mitte der 90er Jahre abgerissen werden, um Parkraum für das Erlebnisbad “Ronolulu” zu schaffen. Aber Peter Möhl, damaliger Geschäftsführer der Stadtwerke und damit Eigentümer des Turms, schwebte eine sinnvolle Nachnutzung vor. Zusammen mit dem 2. Vorsitzenden des Kunstvereins, dem Architekten Jürgen Lohmann, wurde die Idee geboren, den Turm zu einer Galerie umzubauen.
Lohmann entwarf einen modernen Anbau als Entree, ließ vier Ebenen in den Turm einbauen und führte die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen mit viel Rücksicht auf die vorhandene Bausubstanz durch. Seit 1996 ist der “Kunstturm” Domizil des Kunstvereins Rotenburg e.V. und, wie es der Kulturminister des Bundes (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien), Bernd Neumann, anlässlich eines Besuchs seinerzeit formulierte, “ein Leuchtturm der Kunst in Niedersachsen”.

Recent Events

Killyourphone workshop

24. February 2024
Workshop, Transmediale exhibition hosted by Kunstraum Kreuzberg, Berlin

14:00 – 16:00

Killyourphone is an open workshop format. Participants are invited to make their own signal blocking phone pouch. In the pouch the phone can’t send or receive any signals. It is dead! This workshop was run for the first time at the Chaos Communication Congress in Hamburg end of 2013.

#linkchain – workshop by Nadja Buttendorf

22. February 2024
Workshop, Kunsthalle Osnabrück, Osnabrück

BYOP – Bring Your Own Pulli and print it! Besucher:innen sind eingeladen einen Pullover oder T-Shirt mitzubringen, um diese vor Ort bedrucken zu lassen. Mit der Robotron #linkchain. Die #linkchain ist ein YouTube-Link. Der Link führt zu Nadja Buttendorfs Webserie Robotron: Robotron – a tech opera SEASON 3D. [Eine Webserie ist eine Serie im Internet.]. Robotron – a tech opera ist die erste Seifenoper, die in der Computerindustrie der DDR spielt. Sie beschäftigt sich mit der Computerentwicklung und dem Alltag in Ostdeutschland. [Eine Seifenoper ist eine Serie. Oft geht es um Liebe und um Beziehungen.]

Der Workshop ist kostenfrei. Du musst dich nicht anmelden.
Bring einen Pullover oder ein T-Shirt mit!

Teil des Vermittlungsprogramms zur Ausstellung Ihr Paket ist abholbereit(08.07.2023–25.02.2024) von Aram Bartholl in der Kunsthalle Osnabrück.

Warum sind Daten poltisch? – Von digitalen Diensten zu realen Ungerechtigkeiten

14. January 2024
Workshop, Kunsthalle Osnabrück, Osnabrück

15:00 – 17:00 Uhr

Jeden Tag produzieren wir alle Unmengen an Daten. Doch was passiert eigentlich damit? Und was haben unsere Daten mit sozialer Gerechtigkeit zu tun? Damit beschäftigt sich das Studienprojekt Data Ethics Outreach Lab. Masterstudierende der Universität Osnabrück richten den Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen von Daten. Es beleuchtet, wie durch die Verarbeitung von Daten Machtungleichheiten entstehen. In dieser interaktiven Veranstaltung zeigt das Forschungsprojekt, warum Daten und Datenschutz uns alle etwas angehen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Du musst dich dafür nicht anmelden.

Die interaktive Informationsveranstaltung ist Teil des Vermittlungsprogramms zur Ausstellung Ihr Paket ist abholbereit (08.07.2023–25.02.2024) von Aram Bartholl in der Kunsthalle Osnabrück.

Reparatur- und Nachhaltigkeitsmesse „2.Chance!“

13. January 2024
Workshop, Kunsthalle Osnabrück, Osnabrück

13:00 – 18:00 Uhr

Bei der Reparatur- und Nachhaltigkeitsmesse 2. Chance! stellen die verschiedenen Reparatur-Gruppen aus Osnabrück und Umgebung sich und ihre Ziele vor. Interessierte Besucher:innen können gebrauchte, reparierte Elektro-Geräte kaufen. Dazu gibt es verschiedene Informationsangebote und eine Einladung zum gemeinsamen Gespräch über das Thema Nachhaltigkeit. Zusammen denken wir auch über unsere eigene Verantwortung nach.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Du musst dich nicht anmelden.

Teil des Vermittlungsprogramms zur Ausstellung Ihr Paket ist abholbereit(08.07.2023–25.02.2024) von Aram Bartholl in der Kunsthalle Osnabrück.

Blog Archive for Tag: ihrpaketistabholbereit

(Anti-)Konsumtempel – Foto des Monats, art Magazin

November 15, 2023
Radar: Bild des Monats, art Kunstmagazin, Oktober 2023

Radar: Bild des Monats, art Kunstmagazin, Oktober 2023

(Anti-)Konsumtempel

Schneiderei oder Zeitungskiosk: Was in den letzten Jahren alles zur Paketstation wurde, ist absurd genug. Der deutsche Künstler Aram Bartholl setzt für “Ihr Paket ist abholbereit!” (bis 25.2.2024) noch einen drauf und macht das Kirchenschiff der KUNSTHALLE OSNABRÜCK zum DHL Shop. Sein Kommentar zu unserem grenzenlosen Güterkonsum – Elektroschrott türmt sich da in der Halle – soll aber auch neue Besuchergruppen erschließen: Der DHL-Shop wird bis Laufzeitende wirklich bedient.

(Anmerkung: Es handelt sich lediglich um eine Packstation 😉

“Ihr Paket ist abholbereit” walk through

July 12, 2023

“Ihr Paket ist abholbereit” gallery walk through,  solo show at Kunsthalle Osnabrück 2023l

DLF Radiobeitrag: Ihr Paket ist abholbereit

July 12, 2023

Transkript der Radionsendung Deutschlandfunk Kultur Fazit, Beitrag von Anette Schneider vom 9.7.2023

Anmoderation:
Die Kunsthalle Osnabrück feiert aktuell mit mehreren Ausstellungen und Projekten ihr 30-jähriges Jubiläum. Unter anderem verhüllte der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama ein leerstehendes Kaufhaus mit alten Jutesäcken, die auf koloniale Handelsströme hindeuten. Die Aktion war auch schon in anderen Städten zu sehen. Der Clou des Programms findet aber in der Kunsthalle selbst statt. Das ist eine über 700 Jahre alte Kirche, die nun der Künstler Aram Bartholl bespielt. Bartholl hat schon versenkte Leihfahrräder aus der Spree gefischt, USB-Sticks in Fassaden zementiert oder Handytaschen aus Abschirm-Flies genäht. Immer geht es in seinen Arbeiten um die Verbindung zwischen der physischen und der digitalen Welt. In der ehemaligen Kirche in Osnabrück hat Bartholl jetzt eine DHL-Packstation installiert. Annette Schneider war für Fazit dort.

Anette Schneider:
Die hohe gotische Hallenkirche ist angefüllt mit Altmetall-Containern. Sie ziehen sich die Wände des langen Kirchenschiffes bis zum einstigen Chor entlang, nebeneinander aufgereiht, in Gruppen platziert oder vier Meter hoch übereinander gestapelt. Insgesamt 70 Stück. Darin Elektroschrott. Echter Elektroschrott. Von einem Osnabrücker Recyclinghof geliehen und entsprechend sauber und penibel sortiert. Am Eingang ganze Fernseher, Computer und Bildschirme, dann Bildschirmreste, Kabel, Luftfilter und ganz hinten im Chor geschredderte Festplatten. Am anderen Ende des Kirchenschiffs befindet sich eine DHL-Packstation. Davor stehen Arbeitstische und Stühle. Und weil sich in Aram Bartholls Installationen oft immer noch eine überraschende Wendung verbirgt, wird es auch hier noch irrer.

AB: “Wir stehen ja quasi zwischen einer Packstation, die aktiviert ist, von der Menschen aus Osnabrück ihre Pakete abholen und gleichzeitig aber hier die ausrangierten Fernseher sehen und sich auch vielleicht Gedanken machen, wie lange hält denn so ein elektronisches Gerät und wie viel Elektromüll produzieren wir eigentlich?”

Beleuchtet wird das Szenario von drei unter der hohen Decke installierten gigantischen Kronleuchtern aus Bildschirmen ohne Displays, deren gleißendes Licht der Überwachung zu dienen scheint. Auf jeden Fall erlaubt es keinerlei Ablenkung von dem, was einen umgibt. Ein Recyclinghof mit unserem Luxus Wohlstandsmüll. Großartiger ist die Kirche wohl noch nie bespielt worden, als mit ihrer Verwandlung in einen Elektro-Schrott-Tempel, der alle aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen zusammenführt. Die über Nachhaltigkeit und Ressourcenverschwendung, über Konsumgier, Energiefraß und Wegwerfmentalität und über ein profitgeiles Wirtschaftssystem, das für immer neue Produkte Mensch und Natur immer weiter ausbeutet und zerstört.

AB: “Die Konsumtempel sind ja die Elektro-Kaufhäuser, Apple Shop usw. und hier haben wir jetzt den Tempel für die Dinge, wenn sie dem Müll zugeführt werden und wir haben eben auch viele Geräte, die in der Datenverarbeitung benutzt werden, also Computer, Bildschirme und das macht die ganze Diskussion auf um Kommunikation bei uns in unserer heutigen Gesellschaft mit der Entwicklung des Internets, der Social-Media-Plattformen der letzten Jahrzehnte, die einen sehr starken Einfluss auf die Diskussionen heute haben.”

Seit Jahren beschäftigt sich Aram Bartholl mit den gesellschaftlichen Folgen von Digitalisierung und sozialen Medien mit Überwachung und Manipulation. Erstaunlicherweise und zum Glück für seine Studierenden an der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften entstehen daraus keine albtraumhaften Endzeitszenarien. Vielmehr entwickelt er dank einer kritisch aufklärerischen Grundhaltung Installationen, Aktionen und Workshops, die sarkastisch und witzig unsere Abhängigkeiten und Verhaltensweisen entlarven und die bei genauem Hinsehen oft subversive Möglichkeiten eröffnen, um das vermeintlich unabänderliche zu unterminieren. So erfand er zur Bekämpfung unserer Handysucht und als Schutz vor Abhörmaßnahmen ein Funkloch zum Selbernähen. Er markierte im öffentlichen Raum mit weißen Linien Handyzonen sowie die Raucherzonen auf den Bahnsteigen. Oder er initiierte ein mittlerweile weltweites Netzwerk, bei dem zum Datenaustausch jenseits des Internets USB-Sticks in Häusermauern betoniert wurden. Gegen dieses widerständige Potenzial wirkt die gewaltige Schrottinstallation in Osnabrück fast, als hätte ihn die Übermacht von Elon Musk und Co. nun doch resignieren lassen.

AB: “Ich finde es gar nicht so resignierend. Ich finde den Schrott sehr ästhetisch und es findet auch eine Aktivierung statt. Das heißt, man kann diesen Elektroschrott auch benutzen und es werden Workshops stattfinden. Also es ist jetzt nicht quasi nur der tote Friedhof, sondern auch ein lebendiger Ort.”

Bei freiem Eintritt und die Idee eines produktiven Reparaturcafés für alle ist dann eben doch wieder ein klassischer Bartholl, der leichthändig künstlerische Installation und Aktivismus miteinander verbindet. Das setzt sich sogar noch an den Kirchenwänden fort, auf die riesige QR-Codes gemalt sind. Wie energiefressende Höllenfeuer der Digitalisierung flammen sie die Wände empor und natürlich haben auch sie es in sich. Etwa der hinter dem einstigen Chor.

AB: “Wenn sie den mal ausprobieren mit ihrem Handy, dann wird ihr E-Mail-Client aufpoppen und eine vorgeschriebene E-Mail an Olaf Scholz erscheinen, wo ich schon was reingeschrieben habe. Aber da können sie auch noch Dinge ergänzen und die wird tatsächlich an sein Wahlkreisbüro geschickt. Es ist tatsächlich die Frage nach dem Klimakanzler. Wo ist er denn, der uns versprochen wurde zur Wahl? Und so gibt es so kleine Funktionen, die sich hinter diesen QR-Codes verbergen.”

Mutig, dass die Kunsthalle den Künstler einfach machen ließ. Das Ergebnis jedenfalls ist ungemein erfrischend, weil so konstruktiv gegen die herrschenden Verhältnisse gerichtet.

Moderation:
Ihr Paket ist abholbereit bis zum 25. Februar 2024 in der Kunsthalle Osnabrück.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ihr-paket-ist-abholbereit-aram-bartholl-in-der-kunsthalle-osnabrueck-dlf-kultur-f99ef257-100.html