Current Events

Seasons of Media Arts

9. September 2020 – 31. March 2021
Group Show, ZKM - Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe

Seasons of Media Arts. Stadt der partizipativen Visionen
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

Light installations, media projections on building facades and streets, artistic interventions, and experimental events will transform Karlsruhe during the »Seasons of Media Arts« into a stage for innovative, cooperative, and networked media art. Since September 11, 2020, a variety of media-based artistic projects has been on show in the urban space of Karlsruhe. These projects, accompanied by special programs designed by various institutions and initiatives in Karlsruhe, invite the public to interact and explore our information- and media technology-based reality.  Here, »media« are understood literally as expressive tools that open up artistic access to current issues such as the climate crisis or democracy in the age of social media.

with:
Aram Bartholl, Michael Bielicky, Jonas Denzel, Holger Förterer, Walter Giers, Mira Hirtz, Eva Judkins, Ulf Langheinrich, Alexander Liebrich, Christian Lölkes, Betty Rieckmann, Sabine Schäfer, Marie Sester, Ulrich Singer, Pong.Li Studios, Xenorama, Marco Zampella,

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Upcoming Events

Mind Over Matter

11. December 2020 – 15. March 2021
Group Show, Technische Sammlungen Dresden, Dresden

MIND OVER MATTER, eine englische Redewendung, die mit der deutschen Volksweisheit DER WILLE VERSETZT BERGE verglichen werden kann.

Die Redewendung wird ebenso in der Parapsychologie für die Beschreibung von paranormalen Phänomenen, wie z.B. der Psychokinese verwendet. Es sollen im Rahmen der Ausstellung und des Vortragsprogramms vor allem Fragen der Bewusstseinsforschung, des Machine Learning und der Struktur des Selbst und Selbsterlebens nachgegangen werden. Seit jeher werden diese Fragen im Rahmen von Science-Fiction Literatur, aktuellen Filmreihen wie Matrix oder Westworld in Zukunftssettings projiziert, die mittels fortschrittlicher Technologie die Frage zu lösen versuchen, wie sich Geist und Bewusstseinsphänomene innerhalb von komplexen Materieansammlungen, die aus kleinsten, atomaren Bestandteilen zusammengefügt sind, entwickeln und manifestieren
kann. Diese aktuellen philosophischen Fragen, die sich anhand unserer technischen Errungenschaften in Hinblick auf elektronische Datenverarbeitung und umfassende Massenkommunikation mit neuer Vehemenz stellen, sind aber bereits seit Jahrhunderten auch in unseren Breiten im Zentrum der philosophischen Spekulationen, angefangen beim Bewusstseins- und Gottesbegriff von Rene Descartes und Gottfried Wilhelm Leibnitz im 17. Jahrhundert. Es werden unterschiedliche philosophische Grundfragen nach der Struktur des Seins, der Materie und der Zeit aufgeworfen, die mittels technologischer und künstlerischer Versuchsanordnungen erforscht werden.

Die Frage nach der Natur unseres Bewusstseins, und wie es möglich ist, dass es in unserem Universum existiert und es erlebt, ist wohl das faszinierendste Rätsel, mit dem wir konfrontiert sind. Das Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) wurde nicht zuletzt ins Leben gerufen, um darauf eine Antwort zu finden. Die Medienkunst bezieht sich seit ihren Anfängen auf die Erforschungen dieses Verhältnisses von Mensch, Technologie und Bewusstsein, unter Zuhilfenahme technologischer und künstlerischer Modelle und technischer Hilfsmittel. In dem Versuch, auf Computern die kognitiven Prozesse des Menschen zu realisieren, entwickeln wir ein testbares Verständnis und Begriffe davon, wie elementare Informationsverarbeitungsprozesse zu komplexem Erleben führen, es handelt sich um nicht weniger als dem Versuch einer Theory of Everything , mittels der Spiegelung und Überführung in ein maschinell-abstraktes Informationsverarbeitungssystem, welches aber nach dem Vorbild der menschlichen Informationsverarbeitung modelliert wurde.

Was unterscheidet heutige KI-Systeme vom menschlichen Geist? Die heutigen Anwendungen der KI konzentrieren sich vor allem auf die Klassifikation von Daten und die Steuerung technischer Systeme. Unser Geist ist jedoch mehr als ein Klassifikator: er erschafft aktiv ein dynamisches Modell der Umwelt, einen Traum, der in den sensorischen Daten verankert ist, und den er erlebt und reflektiert. Künstlerische Arbeiten, die diese Modellierung in technischer wie humanistischer Hinsicht exerzieren und reflektieren sollen vorgestellt und diskutiert werden, dabei sind lokale, nationale und internationale Beiträge eingeladen.

Recent Events

Zeitmaschine

12. November 2020
Talk, FH Potsdam, Potsdam

Zeitmaschine: A mini conference at FH- Potsdam

with:
Kim Albrecht
Aram Bartholl
Dorit Mielke

Imagine you Wake Up and There is no Internet

22. October – 16. November 2020
Group Show, Romantso, Athens

What will happen if one day you wake up and there is no Internet?

The exhibition Imagine you wake up and there is no Internet explores the effects of ubiquitous connectivity and technology in everyday life. Starting from our obsession with digital technologies, the exhibition seeks to enhance the debate about the coexistence of human and machine in the 21st century.

13 artists and 5 art collectives showcase scenarios from the present time and the near future, strategies of disconnection and disorientation, evacuation and escape plans from the city, studies on the information society, snapshots from digital life and the infrastructures that allows us to be connected to the network, and new readings for the political period we are going through. Any sense of certainty for the present and the future seems to have been destabilised.

31 years after the creation of the world wide web, concepts such as space, time, value and labor have acquired new meaning. And these concepts will continue to take on new meaning as the technology that we use the most, changes at great speed leaving us -often- in the position of the observer with little space for manoeuvring. The levels of control and surveillance in the networks we navigate, whether resulting from political decisions or market trends, are often obscure. At the same time, everyday life and personal data have acquired a particular economic value within networks and our obsession with constant connectivity, can only accelerate a technological future where human behaviour becomes predictable or can be predicted to meet political or/and economic trends.

The works in the exhibition highlight moments and fragments of our digital life surfacing issues related to the human-machine relationship and its impact on the public sphere. The exhibition aims at contributing to the discussion on the constantly accelerating dynamics of the Network, our position within it, and finally, the boundaries between a human-driven versus a machine-driven technological world.

The exhibition presents new commissions and works from: Marina Gioti, Vaggelis Deligiorgis, Antonis Kalagkatsis, George Moraitis, Manos Saklas, Alexandros Tzannis, Jono Boyle and the new version of the work “Tracing Information Society – A Timeline” by Technopolitics group.

Participating Artists:
!Mediengruppe Bitnik & Low Jack (DE/FR), Aram Bartholl (DE), Jono Boyle (UK), Heath Bunting & Kayle Brandon (UK), Vaggelis Deligiorgis (GR), Exonemo (JP), Marina Gioti (GR), Antonis Kalagkatsis (GR), George Moraitis (GR), No Más / No More (GR), Manos Saklas (GR), Molly Soda (U.S.), Superflux (UK), Technopolitics (AT), Alexandros Tzannis (GR), Filipe Vilas-Boas (PT)

Curated by Katerina Gkoutziouli & Voltnoi Brege

 

Opencoil

16. October – 1. November 2020
Group Show, Berlin, Berlin

you are hereby invited to the opening of OPENCOIL.show

with most cities pavements flooded by ‘dockless sharing vehicles’, OPENCOIL presents works by 10 artists specially selected to fill the vacuum between private and public space. this show is an experimental attempt to physically engage with the rise of ‘landfill capitalism’ by reclaiming ‘micro-mobility’ infrastructure. decentralised and climate neutral. helmets not included.

concept & curated by Dennis de Bel & Anton Jehle

participating artists: Aram Bartholl, Constant Dullart, Dennis de Bel & Anton Jehle, JODI, Jonas Lund, Martin Howse, Mediengruppe Bitnik!, Rosa Menkman, Sarah Grant, Sofya Aleynikova

opening:
oct 16th, 7pm / zentrum f netzkunst, haus der statistik

showcase:
oct 17th / ko-markt, haus d statistik

roaming speedshow:
oct 26th – nov 1st / berlin

 

german:

OPENCOIL – The roaming Speedshow

Die Ausstellung OPENCOIL setzt sich mit den Auswirkungen von Mikro-Mobilitätsdiensten auf den Stadtraum auseinander, indem sie ihre dezentrale Infrastruktur als Ausstellungsraum nutzt und gleichzeitig die Bedingungen und Auswirkungen dieser Infrastrukturen auch zum Thema macht.

10 Künstler*innen wurden eingeladen, ihre Arbeiten auf einem kleinen Wifi Controller mit ~2MB Offline-Speicher zu präsentieren.

Diese „digitalen Galerieräume“ werden an 10 zufällig ausgewählten E-Scootern angebracht.
So fährt die Ausstellung, von den Nutzer*Innen der Roller unbemerkt, als „roaming Speedshow“ durch die Stadt.

Der aktuelle Standort der Kunstwerke kann ab dem 26 Oktober über diese Website verfolgt werden. Damit die Werke betrachtet werden können, muss die „Roller-Galerie“ im Stadtraum gefunden werden.

Sobald der Roller angemietet ist, erhalten die Besucher*innen über ihr persönliches Smartphone, Zugang zu dem 2MB großen Galerieraum und den ausgestellten Werken.

Während Kapazitätsbeschränkungen und die bevorzugte Vermeidung von Zusammenkünften in geschlossenen Räumen, traditionelle Galerien und Museen vor Herausforderungen stellen, zielt OPENCOIL darauf ab, die Ortsunabhängigkeit des Online mit der Materialität des Offline (und umgekehrt) zu verbinden. Die Infrastruktur der „Mikro-Mobiltitätsdienste“ wird übernommen – klimaneutral und dezentral.

Die Gehwege vieler Städte auf der ganzen Welt wurden in den letzten Jahren von sogenannten ‘dockless sharing vehicles’ regelrecht überflutet. Mit Versprechungen von Umweltfreundlichkeit und Elektromobilität, besetzten diese Risikokapitalismus Aktivisten die Grauzone zwischen privatem und öffentlichem Raum auf den Straßen unserer Städte. Diese gewissenlose Gewissenhaftigkeit der “Mikro-Mobilitätsdienste” wirft jedoch wichtige Fragen zu städtischem Raum, Eigentum, Agentur, Produktion, Ökologie und sehr spätem Kapitalismus auf.

Wie umgehen mit der Inbesitznahme öffentlichen Raums?
Welche Werkzeuge und Wege gibt es sich diesen zurückzuerobern?

OPENCOIL soll nicht nur ein Pandemie-tauglicher Weg sein, um Kunst im öffentlichen Offline-Raum zu zeigen. OPENCOIL ist auch eine kreative (Um-)Nutzung von E-Scootern, ein Versuch, sich ihnen mit künstlerischen Mitteln zu nähern.
Gezeigt werden Arbeiten, die sich mit Fragen der Überschneidung von öffentlichem und privatem Raum, dem Umgang mit Ressourcen sowie mit Greenwashing, Risikokapitalismus und Vandalismus befassen.

 

Blog Archive for Month: August 2016

Speculative Privacy: Practical and impractical things you can do to your phone

August 24, 2016

“Speculative Privacy: Practical and impractical things you can do to your phone” is a lecture-workshop-performance format I presented at the Datapolitics conference track during the annual International Summer festival, Kampnagel, Hamburg on August 20th.
First the audience got stickers on their smart phone cameras at the entrance (in true Berghain manner) and then was instructed to do a few tests and look up settings on their devices during the talk. In the second half of the presentation everyone was invited to the stage to test different tools and materials on their phones while we kept discussing todays privacy questions. Some of the ‘mini workshops’ are useful others don’t really make sense but offer a strong therapeutic moment to ‘grill’ your mobile phone in a non destructive way.  You always wanted to flush your phone in the toilet or bury it in cement? This is your chance! Have it vacuumed in a plastic bag and dip it in paint or through it in other actions!
All slides of the talk and related links here! : http://datenform.de/talks/kampnagel/
Aram Bartholl, 2016
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…more pictures on flickr!!


How to cement in your phone in a non-destructive way!
Aram Bartholl: Speculative Privacy
Aram Bartholl ist Konzept- und Medienkünstler. Im Mittelpunkt seines Interesses steht die kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags. In seinen oft humorvollen Arbeiten überführt er Items aus der Netzwelt ins Analoge, um bspw. die Allgegenwärtigkeit von Internetunternehmen wie Google sichtbar zu machen. In seinem performativen Workshop TRANSPARENCY zeigt er welche digitalen Spuren bei der Benutzung von Smartphones entstehen und welche Möglichkeiten es gibt, diese zu verwischen.
Thanks to the Kampnagel team for making all this possible!
http://www.kampnagel.de/de/programm/datapolitics/
20. August 2016, 18:00 – 19:30 (Halle P1)
Kampnagel, Hamburg

'DeafenYourPhone' – How to make sure your phone is not listening on you

August 23, 2016

The ‘DeafenYourPhone’ tube is a mobile, low-cost, DIY sound dampening solition to prevent supposedly hacked phones from eavesdropping on its owner.

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The Matryoshka tube in a tube concept works well to isolate a phone sound proof from its environment.
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To avoid impact sound transmission the tubes are isolated with foam. Add another tube if you want to increase the sound proofing quality.
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Dimensions: 12 x 12 x 30 cm ; weight: 1 kg ; material cost: 24,- €
The problem
Once targeted a standard mobile phone can be hacked by an attacker and easily be modified to record sound at any time. This might sound like a farfetched spy story to you but in the year 3 after Snowden politicians, lawyers, NGOs or journalists have to deal very much with these kind of questions. Recently Edward Snowden & Bennie Huan presented the project “Introspection Engine”, a hardware modification for iPhones that monitors and signals radio traffic on a hardware level to make sure the phone is ‘really off’. Different voices in the hacker community pointed out that this device cannot prevent phones from listen to a conversation and to relay the data ‘later’ to the ‘attacker’. It is generally advised for i.e. journalists who are meeting a ‘source’ to leave their phones ‘at home’ or in a sound dampening closet like a fridge nearby. However, depending on the local situation this is not necessarily a practical solution. You might need the phone to plan the meeting and maybe the place where you meet has no fridge or similar appliances accessible.
How does it work?
Like a russian Matryoshka doll the phone is locked into a foam isolated plastic tube with screw cover, which again is placed in an isolated plastic tube. After a series of tests with different containers it showed that a round tube of hard plastic provides good properties to block sound. It is very important to disrupt direct contact of the phone case and plastic tubes to avoid impact sound transmission. The double layer tube in a tube approach can be improved with a 3rd or more layers of plastic tubes. Surprisingly it is quite difficult to prevent a phone microphone from ‘hearing’ something. Try it yourself! I did tests with pouches, boxes, kitchen containers, glass containers, pelican cases and so on. Often there the recorded sound is already very low but always good enough to listen to a conversation once you pull up the volume in post-production audio software. Heavy high density material would work best to block sound waves but to walk around with a concrete block seems not very practical. However if you find out other better solutions please share your ideas!
Tutorial:

  1. Get different size plastic drain tubes and covers with rubber seals from your local DIY store. Screw covers are advised but sometimes harder to get. In german the grey tubes are called ‘HT-Rohr
  2. Buy some foam. I used just 10 mm standard foam but there is also special foam for sound canceling available i.e. in the auto mobile market available. Total cost of tubes and foam ca 24,- €
  3. Place the phone in the isolated tube and close the cover tight. Make sure the phone cover is not touching the tube directly. Place the small tube in the big tube and also close this one tight.
    ( The small tube I got only has diameter of only 7,5 cm. Small size smart phones still fit in here. Any new iPhone or Samsung will need a bigger tube. )

Disclaimer!
Make sure to test your setup! Put your phone to record audio and lock it in the tubes. Try different sound sources in a variety of distances to the DeafenYourPhone tube and check the results in audio software on your computer. In a normal medium sound environment, with a distance of 1-2 meters and normal voice speaking level I wasn’t able to extract any usable audio from the recordings. Only rely on this proposal for a sound proofing capsule if you have tested and proofed its function properly. Tips and recommendations from audio/eavesdropping experts are welcome! 😉
History
I presented this sound proof tube concept along with the killyourphone.com pouches workshop end of 2013 at the #30C3 conference, the annual congress of the CCC (Chaos Computer Club) but haven’t documented it properly since then. This blog post is dedicated to Linus Neumann and Tim Pritlove from Logbuch Netzpolitik.org. ;))
Audio test!!
This is an audio test with the above shown setup. “Logbuch Netzpolitik” #190 is running at a decent volume (normal voice level). The tubes are closed and then placed ca. 1m away from the speaker. If you are able to extract the conversation of Tim and Linus while the phone (iPhone 5) is in the tube please let me know!